Sprache in der internetbasierten Kommunikation

Das zu entwickelnde OER-Modul vermittelt ausgehend von Positionen und Fragestellungen der aktuellen linguistischen Forschung zentrale Konzepte und Analysefertigkeiten für die Modellierung und Reflexion von sprachlichen und kommunikativen Praktiken sowie von Faktoren und Phänomenen sprachlicher Variation und sprachlichen Wandels in der internetbasierten Kommunikation und bei der Kommunikation mit „sozialen Medien“. Die Fähigkeit zur datengestützten Analyse sprachlicher Besonderheiten beim kommunikativen Handeln in digitalen Kommunikationsumgebungen bildet einen wichtigen Kompetenzbaustein für den empirisch fundierten Nachvollzug von Tendenzen der deutschen Gegenwartssprache in Fach- und Lehramtsstudiengängen (Bachelor- und Masterphase). Die Lernarrangements sollen darüber hinaus an Kompetenzziele im Bereich „Bildung in der digitalen Welt“ anschließen und Anknüpfungspunkte für die Adaption des Themas im Deutschunterricht der Sekundarstufe bereitstellen.

Das Modul soll insgesamt sechs Lernarrangements umfassen. In domänenspezifischen Arrangements werden Grundlagen, Ressourcen, Themenfelder und Fallstudien aus der linguistischen Forschung zur internetbasierten Kommunikation dargestellt. Die vorgestellten Basiskonzepte und Ansätze können von den Lernenden anhand authentischer Sprachdaten exemplarisch nachvollzogen sowie anhand von frei zugänglichen linguistischen Korpora für die Entwicklung und empirische Untersuchung eigener Fragestellungen zum Thema genutzt werden. Die domänenspezifischen Arrangements werden flankiert durch hochschuldidaktische Arrangements, die Lehrenden Möglichkeiten des Einsatzes der Lernmodule in Blended-Learning-Seminaren erläutern sowie ein Seminarkonzept zum Forschenden Lernen vorstellen, in dem Studierende ausgehend von der problembezogenen Erarbeitung von Forschungsliteratur in Teams kleine Analyseprojekte zu ausgewählten sprachlichen und kommunikativen Praktiken durchführen.

Leitung:

Prof. Dr. Michael Beißwenger, Universität Duisburg-Essen

Projektmitarbeit:  

Sarah Steinsiek, M. A. (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Hanna Hoebink, B. A. (wissenschaftliche Hilfskraft)